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Die Rundumerneuerung der App Annie Mobile App

App Annie

Erfahren Sie mehr über die jüngsten Releases von unserem eigenen Mobile App-Team und finden Sie heraus, welche bewährten Vorgehensweisen sich am besten auf die Neugestaltung Ihrer eigenen App übertragen lassen.

Wir verbringen viel Zeit damit, führende mobile Apps zu beobachten und die Funktionen und Marketingaktivitäten, die hinter deren Erfolg stehen. Deutlich weniger Zeit haben wir darauf verwendet, über unsere eigene App, App Annie, zu sprechen. (Sie wussten gar nicht, dass wir eine App haben? Laden Sie sie hier für iOS oder Google Play herunter.)

Als Branchenführer im Bereich App-Marktdaten können wir bei der Auswahl bewährter Vorgehensweisen für die Entwicklung von mobilen Apps auf unseren reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Selbstverständlich haben wir unser Wissen in die Entwicklung unserer eigenen App mit einfließen lassen.

Langer Rede, kurzer Sinn, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir kürzlich ein großes Update an unserer iOS App durchgeführt haben. Zu den wichtigsten Höhepunkten gehören:

  • Eine Tableiste zum besseren Navigieren der einzelnen App-Ebene
  • Die Möglichkeit, in unserem Ranghistorienbericht und dem Analytics Dashboard bis zu vier Länder zu vergleichen
  • Store Intelligence und Usage Intelligence wurden innerhalb einer Ansicht zusammengeführt, damit Metriken über die gleiche Seite angesehen werden können
  • Erhebliche Verbesserungen unserer App- Beschreibungen, Rezensionen- und Bewertungsseiten
  • Die Einführung von gestenbasierter Interaktion

Ich habe mich mit Jenna Milano unterhalten, unserer Senior Produktmanagerin für Mobile, um mehr darüber zu erfahren, wie das Team dieses neue Release angegangen ist. Wenn Sie selbst Produktmanager sind, sollten Sie dieses Interview unbedingt lesen und sich inspirieren lassen. Und wenn Sie App Annie Nutzer sind erfahren Sie hier mehr darüber, wie wir die Erkenntnisse ausgraben und interpretieren, die Sie brauchen, um nachhaltige Geschäftsentscheidungen zu treffen

Hannah Bastian: Wie kam es zu der Neugestaltung?

Jenna Milano, Senior Product Manager, Mobile

Jenna Milano: Wir werden mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert wie unsere Kunden: Die Leute organisieren ihr Leben mehr und mehr mit Hilfe mobiler Geräte. Das beschränkt sich nicht nur auf Aktivitäten wie Messaging-Dienste oder Shopping. Dazu gehört auch der Zugriff auf die neuesten Daten bezüglich der Performance Ihrer App und des Marktes allgemein.

Mit dem anhaltenden Wachstum von App Annie und unserer Nutzerbasis müssen wir unser Produkterlebnis anpassen, um mehr On-The-Go Szenarien abzudecken. Das bedeutet wir müssen Wege finden, die relevantesten Daten in die App zu bringen, so dass Nutzer wann und wo auch immer sie möchten, darauf zugreifen können.

Außerdem haben wir das Ganze auch ein bisschen als Herausforderung in punkto Design gesehen. In-App-Erlebnisse sind mittlerweile so ausgeklügelt geworden. Ständig werden neue Technologien, Design-Muster und Interaktionen vorgestellt, da wollten wir uns auch nicht lumpen lassen und unser Nutzererlebnis auf die nächste, modernere Ebene heben.

HB: Was waren dabei die größten Herausforderungen?

 

JM: Zunächst einmal zeigen wir eine unheimlich große Menge Daten und Berichte an. Diese Datenmenge auf einen kleinen Bildschirm zu bringen, dabei aber sicherzustellen, dass die Daten einfach zugänglich, einfach zu navigieren und zu verstehen sind, das ist schon eine Herausforderung. An dieser Stelle würde es keinen Sinn machen zu versuchen, einfach die komplette Webansicht zu kopieren. Wir mussten sehr viel quantitative und qualitative Recherche betreiben um uns auf die Daten und Berichte zu konzentrieren, die am besten in diesen On-The-Go Kontext passen.

Auch mussten wir bedenken wie unterschiedlich die App-Stores funktionieren. Die einen stellen mehr Daten zur Verfügung als andere, oder sie sammeln komplett andere Daten. Google Play beispielsweise sortiert Rezensionen nach Sprachen, während der App Store die Bewertungen nach Ländern ordnet. Oder es gibt einige iOS Apps für die wir Rangdaten im 24-Stunden-Überblick bekommen können. Für Android Apps sind wiederum nur Tagesdaten verfügbar. Wir mussten also nicht nur Wege finden, diese Grunderlebnisse in unsere App zu integrieren, wir mussten auch sicherstellen, dass Unterschiede in der Zugänglichkeit von Daten das Nutzererlebnis nicht negativ beeinflussen.

HB: Wie geht man also an ein Projekt dieser Größenordnung heran? Wir haben solch einen Datenberg, wo fängt man da nur an?

JM: Es ging letztlich darum, ein Gleichgewicht zwischen der quantitativen und qualitativen Analyse herzustellen. Zunächst haben wir uns die Nutzungsdaten unserer mobilen App näher angeschaut. Wir haben uns darauf konzentriert, wo Nutzer die meiste Zeit verbracht haben, und wo sie sich ausgeklinkt haben. Dann haben wir unsere App-Bewertungen und Rezensionen analysiert. Damit konnten wir auf die ungefilterten Gedanken unserer bestehenden Nutzerbasis zugreifen um ein besseres Gefühl dafür zu entwickeln, was ihnen am aktuellen App-Aufbau gefallen hat, und wo wir die Nutzerfreundlichkeit verbessern sollten.

Davon ausgehend konnten wir die Ergebnisse einer intensiven Nutzerstudie verwenden, die Mitte 2016 durchgeführt wurde. In dieser Studie wurden die Haupt-Personas der App umrissen, ebenso wie die wichtigsten Anwendungsfälle. Davon ausgehend begannen wir damit, die Funktionen aufzulisten, für die uns eine Überarbeitung am dringendsten erschien.

Nachdem wir die grundsätzliche Richtung festgelegt hatten war es an der Zeit, unsere Nutzerbasis zu testen und unsere Herangehensweise zu bestätigen. Insgesamt haben wir drei Runden Nutzertests durchgeführt in denen wir geplante Workflows, Designs und Optionen für die Datenvisualisierung vorgestellt haben. Am Ende stand ein Produkt auf das wir stolz sind, und das bei unseren Nutzern Begeisterungsstürme hervorruft.

Diese Herangehensweise hat sicherlich viel Zeit gekostet. Aber wenn man die Dashboards betreibt mit deren Hilfe Unternehmen ihre App-Strategien entwickeln, dann muss man methodisch und überlegt vorgehen.

Das Team hinter der mobilen App Annie-App

HB: Wie habt ihr die Veröffentlichung geplant? Habt ihr das neue Release vor der Veröffentlichung ausgiebig getestet und perfektioniert, oder habt ihr euch auf die Einführung konzentriert?

JM: Grundsätzlich wäre es natürlich sehr wünschenswert, das Release erst dann zu veröffentlichen, wenn es der Perfektion nahe ist. Aber es ist doch sehr unrealistisch, ein Release so lange zurückzuhalten, bis dieser Zustand erreicht ist. Dann würden wir es nie auf den Markt bringen! Nachdem wir den Aufbau mit Hilfe von Nutzertests bestätigt hatten, haben wir vor der Veröffentlichung weiter iteriert und uns auf kleinere Verbesserungen konzentriert. Auch in Zukunft werden wir immer wieder kleinere Verbesserungen in darauffolgende Releases einarbeiten.

HB: Schauen wir uns einmal einige der größten Veränderungen an, die in dem jüngsten Release enthalten sind. Kannst du uns ein paar Beispiele geben?

JM: Na klar. Mit diesem Release bringen wir drei Hauptänderungen. Das erste hat mit der Navigation der App zu tun. Wir sind vom Dropdown Menü weggekommen und haben jetzt eine Tableiste eingeführt, um relevantere Informationen zentral zu platzieren und die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Unsere Studie hatte ganz klar ergeben, dass die Nutzer sich mehr Möglichkeiten wünschen, die Daten auf verschiedene Arten herunterzubrechen. Also haben wir die Ranghistorie, sowie die Analytics und Intelligence Berichte umgestaltet um mehr Daten unterzubringen und den Nutzern mehr Möglichkeiten zu bieten, wie sie diese analysieren können. Am allerbesten ist jedoch, dass das neue Design skalierbar ist und uns so bei zukünftigen Releases bereit macht für größere Datenmengen und mehr Segmentierungsmöglichkeiten.

Und schließlich haben wir uns darauf konzentriert, die Anzahl von Taps zu reduzieren die nötig sind, um an die wirklich interessanten Daten heranzukommen. Dafür mussten wir mehr Daten in die erste Reihe bringen. Store Intelligence und Usage Intelligence haben wir daher auf einer Seite zusammengeführt. Jetzt können Nutzer durch ein Metrik-Karusell wischen um sich wichtige Metriken wie Downloads, Umsatz und aktive Nutzer pro Tag anzeigen zu lassen. Außerdem haben wir allgemein übliche Zeitspannen für alle Tabellenansichten eingeführt (z.B. 7 Tage, 30 Tage, 90 Tage, usw.), um die Zeitspanne beim Navigieren zwischen den verschiedenen Berichten einheitlich zu halten.

HB: Das klingt alles hervorragend. Mir ist aufgefallen, dass das neue Release nur für iOS verfügbar ist. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

JM: Das war eigentlich eine Effizienzentscheidung. Wir rechnen mit positivem und konstruktivem Nutzerfeedback für das iOS Release. Dieses Feedback wird zukünftige Iterationen beeinflussen. Wenn wir die App soweit haben, dass sie das bestmögliche Nutzererlebnis bietet, werden wir sie auch für Android optimieren. Mein Rat an alle Produktteams ist es, sich auf eine Plattform zu konzentrieren, wenn man ein größeres App-Update plant. Gehen Sie dahin, wo der größte Teil Ihrer Nutzer ist, suchen Sie deren Feedback und stellen Sie sicher, dass Ihre App grundsolide ist, bevor sie sich an weitere Plattformen wagen.

2017 M05 25

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