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App Store Optimization

Bewährte Praktiken zur App Store-Optimierung: Optimierung Ihrer App Store-Seite | Teil 2

App Annie Research

StoreMaven beleuchtet entscheidende Unterschiede zwischen den Stores für iOS und Google Play und erläutert, wie sich künftige Änderungen am iOS App Store möglicherweise auf die App Store-Optimierung auswirken.

Eine erfolgreiche Strategie zur App Store-Optimierung (ASO) ist immer eine holistische, bei der sowohl Keywords als auch Creative Assets berücksichtigt und so designt werden, dass sie einander ergänzen.

In unserem letzten Beitrag haben wir die Bedeutung ansprechender Creative Assets wie Symbole, Screenshots und Videos behandelt und warum es wichtig ist, diese mit A/B-Tests im Vorfeld zu optimieren, damit Ihre App sich in den App Stores von ihrer Schokoladenseite präsentieren kann. Weitere Informationen zur Entwicklung effektiver App Store-Assets finden Sie im ASO-Playbook von App Annie.

Wenn Sie die Tests Ihrer Assets vorbereiten, müssen Sie beachten, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den beliebtesten App Stores gibt, die sich sowohl auf Ihre Teststrategie als auch auf die Priorisierung der Optimierung bestimmter Assets auswirken.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Google Play und iOS

Google Play und iOS weisen enorme Unterschiede hinsichtlich Design und Layout auf. Dessen müssen Sie sich bewusst sein, wenn Sie Ihre App Store-Produktseite entwerfen.

Differences Between Google Play and iOS App Store

 

  1. Auf Google Play ist das einflussreichste Element Ihre Hauptgrafik, denn dies ist das Erste, was Besucher nach dem Aufruf der Seite sehen.
  2. Durchschnittlich betrachten nur 15 % der Besucher auf Google Play die gesamte Bildergalerie, denn diese ist nur für Nutzer sichtbar, die auch mit dem unteren Teil der App-Seite interagieren. Das bedeutet, dass Ihre Screenshots zusätzliche Informationen enthalten müssen, die über die Informationen in der ersten Ansicht hinausgehen, während bei iOS Ihre Screenshots die erste Ansicht ausmachen.
  3. Etwa 15 % der Besucher auf Google Play spielen Ihr Video ab, verglichen mit 7 % auf iOS. Die Google Play-Richtlinien sind etwas flexibler und erlauben es Ihnen, Ihre Videos so zu gestalten, dass sie nicht nur Bildschirmszenen aus der App beinhalten. Dies ist eine hervorragende Chance, spannendere und effektivere Videos zu entwerfen.
  4. Auf Google Play wird Ihre Kurzbeschreibung oberhalb des Umbruchs und in größerer Schrift in kurzem und lesbarem Format angezeigt. Daher ist sie effektiver als die App-Beschreibung auf iOS.

Fazit: Gehen Sie nicht davon aus, dass alles, was auf Google Play funktioniert, auch auf iOS funktionieren wird.

So planen Sie Ihre ASO-Teststrategie

Bei StoreMaven hatten wir die Möglichkeit, Tests mit den versiertesten Entwicklern von mobilen Anwendungen durchzuführen, die sich der Bedeutung von Testverfahren und Optimierungen als Teil einer fortlaufenden und iterativen Marketingstrategie bewusst sind. Die erfolgreichsten Unternehmen testen und aktualisieren ihre Creatives regelmäßig – entweder mit jeder neuen Version oder alle zwei Wochen. Apple ermöglicht es Ihnen, Ihre Store-Assets beim Veröffentlichen einer neuer Version zu ändern. Auf Google Play können Sie dies dagegen jederzeit tun.

Es gibt einige Gründe, warum Entwickler ihre App Store-Creatives regelmäßig aktualisieren sollten.

  1. Ihre Zielgruppe ändert sich ständig. Die Nutzer, die Sie in einem Monat ansprechen möchten, sind nicht zwingend dieselben, die Sie im Monat darauf ansprechen möchten.
  2. Sie aktualisieren Ihre Werbebanner regelmäßig. Ihre Anzeigen sind eng mit Ihren App Store-Seiten verknüpft. Je einheitlicher die Botschaft, desto besser. Wenn Sie Ihre App Store-Creatives zu selten aktualisieren, driften die Botschaften auseinander, sind nicht mehr stimmig und führen zu niedrigeren Abschlussraten.
  3. Sie nutzen Retargeting. Wenn Sie in großem Umfang in Retargeting investieren, ist es wichtig, dass wiederkehrende Nutzer sehen, dass Sie Ihre App regelmäßig aktualisieren. Dann profitieren Sie vom Experimentieren mit neuen Botschaften.
  4. Sie führen regelmäßig neue Features ein. Sobald Sie wichtige Aktualisierungen für Ihre App vornehmen, müssen Sie dies unbedingt auf den App Store-Seiten kommunizieren.
  5. Sie reagieren auf Änderungen in der Branche. Beobachten Sie permanent die Änderungen, die Ihre Wettbewerber vornehmen, heben Sie sich von der Konkurrenz ab, und nutzen Sie neue Trends zu Ihrem Vorteil.

Jede rigorose Teststrategie hat natürlich ihren Preis, und jeder Entwickler sollte das eigene Budget für Tests und die potenzielle Investmentrendite durch erhöhte Downloadvolumina bei den gewünschten Nutzern sorgfältig bewerten.

Konzentrieren Sie sich zunächst auf Quick-Wins

Unserer Erfahrung nach ist es häufig am besten, die Tests mit Blick auf die einfach zu erreichenden Ziele zu beginnen, die zu effektiven Ergebnissen führen können. Die Lokalisierung – oder zumindest die Übersetzung – von App Store-Seiten ist wichtig und funktioniert für die meisten nicht englischsprachigen Länder, wenngleich es wenige Ausnahmen gibt. In Brasilien beispielsweise ist Englisch (oder eine globale Marke) tatsächlich ansprechender für die Benutzer. Die Übersetzung ist nur der Anfang. Wenn Sie über die nötigen Ressourcen verfügen und Ihre App eine starke globale Präsenz hat, kann es hilfreich sein, Screenshots zu entwickeln, die einen stärkeren lokalen Bezug haben. Dies hat besonders großen Einfluss in asiatischen Märkten wie Japan und China, wo die Nutzer generell Bilder mit weitaus mehr Informationen und Texten bevorzugen als in Nordamerika, wo die Nutzer eher schlichte und einfache Bilder erwarten. Wenn Ihre Designressourcen sehr knapp bemessen sind, empfehlen wir grundsätzlich, die Bemühungen auf die Entwicklung und das Testen eines neuen ersten Screenshots (für iOS) oder einer neuen Hauptgrafik (für Google Play) zu konzentrieren.

Wie wirken sich die neuesten Updates von Apple auf Ihre ASO-Strategie aus?

Querformat bereitet den Boden für effektivere Videos

Seit November 2015 zeigt Apple Bilder im Querformat in horizontaler Ausrichtung an (wie von den Designern beabsichtigt). Bilder im Querformat haben erheblichen Einfluss darauf, wie Nutzer mit Ihrer App-Seite interagieren. Vor allem nimmt die Erkundungstiefe zu, da die Nutzer sich durch Assets wie Videos besser angesprochen fühlen, sodass sich die Anzeigerate fast verdoppelt. Allerdings nimmt die Anzahl der Nutzer ab, die sich die Screenshot-Galerie ansehen, das heißt, jeder Screenshot wird von weniger Nutzern gesehen. Daraus folgt, dass sich die Nutzung des Querformats sogar negativ auf die Seiteninteraktionen auswirken kann, wenn Sie kein Video haben. Bei Apps, die eine einzige klare und einfache Botschaft haben, eignet sich das Querformat möglicherweise besser, da eine Überfrachtung verhindert wird. Für Apps, die vor allem durch eine ganze Liste von Vorteilen überzeugen möchten, ist jedoch eine attraktive Bildergalerie besser geeignet. Wie immer Ihre Entscheidung auch ausfällt, Sie müssen Sie zunächst testen.

Kürzlich hat Apple eine weitere Änderung vorgenommen, durch die in den Suchergebnissen Bilder im Querformat deutlich größer angezeigt werden. Dies war zuvor der gravierendste Nachteil von Screenshots im Querformat. Dank der neuesten Aktualisierung können Sie aber in Ihren Tests unbesorgt Querformat und Hochformat gegeneinander abwägen, ohne die Anzahl organischer Installationen aus den Suchergebnissen negativ zu beeinflussen.

Bad Piggies Rovio App Store

Das große iPhone 6 Plus-Layout zeigt weniger, aber größere Bilder

Statt wie bisher drei kleinere Screenshots zeigt das iPhone 6 Plus jetzt nur noch zwei größere Screenshots in der ersten Ansicht. Wir haben beobachtet, dass daher weniger Besucher die Seite sofort wieder verlassen, da die erste Ansicht weniger überfrachtet ist.

Herausforderungen und Chancen durch die Einführung von Suchanzeigen auf iOS

Wir sind gespannt auf die kürzlich von Apple angekündigten Suchanzeigen, denn diese stellen einen neuen Kanal für Seitenaufrufe durch hochwertige Nutzer dar. Allerdings muss klar gesagt werden, dass diese Neuerung kleinere und Indie-Entwickler vor große Herausforderungen stellt. Die Platzhirsche jedes Genres verfügen nämlich über das Kapital und über ausreichende LTVs, um kleinere Wettbewerber hinsichtlich Keywords auszustechen. Außerdem ist es möglich, dass Ihre Konkurrenten für Ihren eigenen Markennamen bieten. Da heißt, dass Unternehmen möglicherweise anfangen, für Nutzer zu zahlen, die ansonsten organische Installationen durchgeführt hätten.

iPhone 6 Plus
Rein aus der ASO-Perspektive bestand die verheißungsvollste Ankündigung von Apple darin, dass die Daten zum Volumen von Keywords in Suchabfragen offengelegt werden. Darüber hinaus können Sie mithilfe der Attribution-API den Wert von Nutzern besser verstehen, die den Download im Anschluss an eine Suche nach einem bestimmten Keyword durchgeführt haben. So können Sie Ihre Keyword-Strategie verbessern, gezieltere Gebote auf Keywords in Suchanzeigen abgeben und fundierte Einblicke erhalten, welche Botschaften Sie in Ihren App Store-Creatives hervorheben sollten.

Zu den Herausforderungen zählt in erster Linie, dass Marketer Anzeigen-Creatives nicht individuell anpassen können. Apple hat angekündigt, dass in den Anzeigen einfach die Marketing-Assets Ihrer App-Seite verwendet werden (wahrscheinlich, um Anzeigen nicht überwachen zu müssen und vor Betrug zu schützen). Das heißt, dass Sie die Download- und Tippraten für Ihre Anzeigen nur optimieren können, indem Sie die Creatives Ihrer App-Seite optimieren – vor allem die ersten drei Screenshots, das Symbol, den Titel und den ersten Teil der Beschreibung.

Möchten Sie mehr über App Store-Optimierung erfahren? Laden Sie das ASO-Playbook von App Annie herunter.

Adam Rakib
Adam Rakib ist Mitgründer von StoreMaven. Die StoreMaven-Plattform unterstützt Entwickler dabei, durch das Testen verschiedener App Store-Creatives und die Analyse des Nutzerverhaltens auf iOS und Google Play ihre Installationsraten zu erhöhen und die Kosten pro Installation (CPI) zu senken.

2016 M08 30

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