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ironSource verrät beste Taktiken zur Nutzerbindung

App Annie

ironSource, die Plattform für Monetisierung und Marketing mobiler Inhalte erklärt uns, warum manche Nutzer auf Nimmerwiedersehen verschwinden, und was Publisher dagegen unternehmen können.

Laut Adam Ben-David, Vice President für Entwicklerlösungen auf Anbieterseite bei ironSource, ist eine der besten Möglichkeiten um Nutzer von einer langfristigen Nutzung der App zu überzeugen, die Belohnung mit der In-App Währung. Belohnte Anzeigen haben sich in der Vergangenheit immer wieder bewährt.

App Annie wollte mehr über dieses Thema erfahren. Also haben wir Ben-David getroffen um mit ihm über Nutzerbindung, Ad-Monetisierung und die sich stetig ändernde Definition eines „treuen“ Nutzers zu sprechen.

App Annie (AA): Gibt es eine konkrete Sache, die App-Entwickler tun können um die Bindung ihrer Nutzer zu verbessern?

Adam Ben David (ABD): In der Regel wenden Nutzer sich von einer App ab, weil sie ohne die In-App Währung nicht weiterkommen. Mit belohnten Anzeigen bleiben sie länger bei der Stange. Das sind Nutzer-initiierte Werbeelemente mit denen Nutzer In-App Prämien erhalten. Als Gegenleistung dafür sehen sie Werbeinhalte.

Je länger Nutzer sich mit dem Spiel oder der App beschäftigen, desto abhängiger werden sie von ihr. Nutzer, die ein Video sehen und belohnt werden und eigentlich nicht vorhatten, In-App Käufe zu tätigen, werden so trotzdem zu zahlenden Kunden.

AA: Was, wenn ein Entwickler herausgefunden hat, an welchem Punkt der App die Nutzer sich abwenden. In welchen Situationen wandern besonders viele Nutzer ab?

ABD: Die meisten Entwickler beobachten eine erste Welle der Abwanderung während des Onboarding Prozesses, einfach, weil das Nutzererlebnis nicht einheitlich oder fesselnd genug ist. Bei ironSource arbeiten wir mit zahlreichen Spiele-Apps. Wir kennen uns also aus mit komplexen In-App Systemen bei denen es eine Vielzahl von Absprungpunkten gibt. Eine App deren Rückgabewert für den Haupt-Feedback-Loop (den rekursiven Core Loops) schlecht ist, hat in der Regel hohe Abfallquoten, da die Nutzer nicht langfristig gebunden werden.

AA: Was können App-Entwickler mit Hilfe von A/B Tests herausfinden, um Abwanderung zu verhindern und die Bindung zu verbessern?

ABD: A/B Tests des Onboarding-Zustroms können sehr gut dabei helfen herauszufinden was nötig ist, um einfache Tutorials herzustellen und intuitive Anmeldefunktionen. Um das Interesse der Nutzer zu halten müssen Apps zunächst innerhalb der ersten 30 Sekunden des Nutzererlebnisses ihren Wert für den Nutzer unter Beweis stellen.

Ebenso wichtig sind A/B Tests zur Ad-Monetisierungsstrategie. Wie bereits erwähnt, können Entwickler die Bindung mit Hilfe belohnter Videos deutlich erhöhen. Für die richtige Belohnungsstrategie, das perfekte Timing und die besten Gameplay Verhältnisse sind jedoch sorgfältige Iterationen nötig und Unmengen an A/B Tests.

AA: Wie sollten App-Entwickler ihre Nutzer einteilen in Bezug auf potentielle Monetisierung? Was wären die Zeiträume?

ABD: Ein leichter Einstieg wäre beispielsweise die Unterteilung in In-App Käufer (also Leute, die Geld ausgeben) und Trittbrettfahrer. Dann können Sie In-App Käufer noch mehr in Richtung Kaufen leiten, ein besseres Verständnis für deren Kaufmotivation entwickeln, und in der Folge Nutzer die keine In-App Käufe tätigen zu Käufern machen. Außerdem können Publisher Nutzer nach Werbeeinheitsbindung einteilen und dann ihre Strategie auf maximalen Umsatz, Bindung und Treue ausrichten.

AA: Wie definieren App Entwickler einen „treuen“ Nutzer? Wie unterteilt man diese Gruppe?

ABD: Die übliche Definition eines treuen Nutzers ist ein Nutzer der mindestens dreimal die App öffnet und sich mit ihr beschäftigt. Diese Interpretation ist aber möglicherweise etwas zu frei. Es gibt viele Beispiele dafür, dass Nutzer eine App zwar dreimal geöffnet haben, sich danach aber nie wieder mit ihr beschäftigt haben. Diese Gruppe als treue Nutzer einzustufen ist irreführend und kann den Anteil treuer Nutzer Ihrer App-Basis verfälschen.

Treue als Konzept unterscheidet sich von Kategorie zu Kategorie deutlich. Während Spiele eine hohe Bindungsrate haben liegt diese bei Apps für Essen und Trinken niedriger. Ich finde, dass auch ein kurzfristiger Nutzer der sich nur wenige Tage, dafür aber intensiv mit der App beschäftigt, ein „treuer“ Nutzer ist. Auch ein kurzfristiger Nutzer lässt sich schließlich monetisieren. Indem Sie kurzfristige Nutzer unterteilen können Sie beispielsweise Zielgruppenwerbung anpassen und die Menge der angezeigten Werbung erhöhen.

AA: Welche Strategien sehen Sie für das nächste Jahr um die Bindung auf hohem Niveau zu halten?

ABD: Momentan sind die häufigsten Strategien zur App-Bindung Push-Benachrichtigungen und In-App Benachrichtigungen. Publisher halten sich an diese Methoden, weil sich dabei die übermittelte Nachricht besser kontrollieren lässt. Nur 27 % der Nutzer erlauben jedoch, dass App Benachrichtigungen „immer“ zugestellt werden. Publisher verpassen also die breite Mehrheit der Nutzer.

Ich denke, dass in Zukunft die Ad-Monetisierung als Strategie zur In-App Bindung an Beliebtheit zunehmen wird. Wenn man Werbung in einer App zulässt bedeutet das nicht automatisch einen Verlust der Kontrolle. Publisher können immer noch die Häufigkeit festlegen und bestimmen, an welcher Stelle innerhalb des App-Flows die Anzeige geschaltet werden soll. Sie können dafür sogar personalisierte Segmentierungen nutzen.

Da jeder Nutzer zu irgendeinem Zeitpunkt innerhalb des App-Lebenszyklus auf Werbung stoßen wird, betrachten wir diese als potentiell wirkungsvollere Bindungsstrategie und eine großartige Ergänzung zu Push-Benachrichtigungen.

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Wie gut Ihre App sich von den anderen abhebt hängt stark davon ab, wie gut Sie neue Nutzer für Ihre App gewinnen und auch halten. Um bewährte Vorgehensweisen zu erhalten die Sie sofort in die Tat umsetzen können, laden Sie das App Annie NA Playbook herunter.

adam-ben-david-ironsource Adam Ben-David, Vice President für Entwicklerlösungen auf Anbieterseite bei ironSource

Adam hat umfassende Erfahrung in den Bereichen strategische Produktentwicklung und Vertriebsaktivitäten, und mehr als vier Jahre Erfahrung in der Entwicklung mobiler Anwendungen und in der Werbebranche. Er begann seine berufliche Laufbahn als Technical Support Specialist und stieg die Karriereleiter bis zur Position als Vice President für Entwicklerlösungen auf Anbieterseite im Technologiebereich bei ironSource hinauf.

2016 M12 9

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