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Nach Coachella ein genauer Blick auf Musikstreaming- & Festival-Apps

App Annie

Für die Musikindustrie wird Mobile immer wichtiger, denn Fans nutzen Apps auf Konzerten, zu Hause und unterwegs.

Vom 13. bis 15. April fand das erste der zwei Wochenenden von Coachella statt und markierte damit im Prinzip den Anfang der Musikfestivalsaison 2018, die nun bis tief in den Herbst andauert.

Das Event wird an den beiden Wochenenden insgesamt 250.000 Zuschauer anlocken, und viele von ihnen werden die App Coachella 2018 Official nutzen. Da Apps im Leben der Menschen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, ist es keine Überraschung, dass auch Coachella und viele andere Festivals damit arbeiten. Musik ist schon seit den Anfängen des App-Markts vor etwa zehn Jahren eine wichtige Kategorie, und das setzt sich auch weiterhin fort, wie wir in Q1 2018 gesehen haben.

Zudem hat die über Musik-Apps genutzte Datenmenge kontinuierlich eine gesunde Wachstumsrate, sogar in etablierten Märkten. So verbuchte zum Beispiel in Q1 2018 die Datennutzung der Musik- & Audio-Kategorie für Android-Geräte in Südkorea, den USA und Großbritannien im Jahresvergleich ein Wachstum in zweistelliger Höhe.

Aber es ist nicht nur eine allgemeine Affinität zur Musik, die Apps für Festivals und Teilnehmer zu einer immer unverzichtbarer werdenden Ressource machen. Coachella ist nur eines von unzähligen Musikfestivals weltweit, und die Bandbreite dieser Events umspannt fast ebenso viele Genres wie die Musikindustrie an sich. Darunter befinden sich das eklektische New Orleans Jazz & Heritage Festival, das rocklastige Download Festival in Großbritannien und das auf elektronische Musik ausgerichtete ULTRA Korea in Seoul. Trotz enormer Unterschiede in Genre und Location haben all diese Festivals gemeinsam, dass über mehrere Tage zahlreiche Künstler auf verschiedenen Bühnen auftreten. Außerdem haben alle offizielle Apps, mit deren Funktionen sich die Festivalbesucher auf diesen enorm großen und weitläufigen Events besser zurechtfinden können.

So treten zum Beispiel beim diesjährigen Coachella an den beiden dreitägigen Wochenenden mehr als 150 Künstler auf. Zu manchen Zeiten finden auf den verschiedenen Bühnen und in den Zelten acht Konzerte gleichzeitig statt. Die App Coachella 2018 Official hilft Besuchern bei diesem riesigen Angebot, indem sie Nutzern ermöglicht, durch das komplette Lineup des Events zu scrollen, Bookmarks zu setzen und einen personalisierten Terminplan zu erstellen, den sie mit Freunden teilen können. Außerdem gibt sie Hilfestellung bei anderen Aspekten des Festival-Erlebnisses, etwa durch Übersichtskarten, Listen der gastronomischen Angebote und die Möglichkeit, Armbänder zu aktivieren. Des Weiteren ist in diesem Jahr als neues Feature die Coachella Camera hinzugekommen, die mehrere Erlebnisse und Filter mit augmentierter Realität (AR) bietet.

 

Coachella-App integriert Musikstreaming

Die mehr als 150 Künstler im Lineup von Coachella decken ein großes Spektrum an Musikrichtungen ab, von Mainstream-Superstars (z. B. The Weeknd, Beyoncé und Eminem) über weniger bekannte Indie-Bands (z. B. St. Vincent, Fleet Foxes und Bleachers) bis hin zu noch unbekannteren Underground-Techno-Künstlern (z. B. Maceo Plex, Chris Liebing und Joseph Capriati). Die meisten Besucher werden vor dem Event wahrscheinlich nur einen Bruchteil der auftretenden Acts kennen. Praktischerweise können sie über Musikstreaming-Dienste problemlos sowohl die Künstler hören, die ihnen bereits bekannt sind, als auch neue entdecken, wenn sie ihren eigenen Konzertplan erstellen. Die Coachella-App unterstützt diesen Trend durch vorbereitete und eigene Playlists mit den Künstlern des Festivals, die über direkte Verbindungen zu Spotify oder Apple Music abgerufen werden können.

Coachella Playlists

Musikstreaming weiterhin wichtiger Faktor des App-Markts

Wie bereits ausgeführt, ist Musikstreaming ein wichtiger Teil des App-Markts, die Integration dieser Services in die Coachella-App ist also ein ganz natürlicher Schritt. Sieht man sich die führenden Apps in diesem Sektor genauer an, stößt man auf eine enorme Bandbreite. So weisen zum Beispiel die Top 10 der Musikstreaming-Apps nach monatlich aktiven Nutzern (MAU) in Südkorea, den USA und Großbritannien allesamt sehr verschiedene Publisher auf – mit globalen Digital-First-Playern (z. B. Spotify und SoundCloud), regional beliebten Digital-First-Playern (z. B. Slacker Radio und MelOn) und traditionellen Radiosendern (z. B. iHeartRadio und Capital FM).

Die letzte Gruppe zeigt deutlich, dass Apps für die Industrie ein effektiver, ergänzender Kanal sind, um bestehende Kunden zu binden und ihre Reichweite zu erhöhen.

 

Alles weist darauf hin, dass Apps mit Musikbezug – und vor allem Streamingdienste – weiterhin florieren und einen erheblichen Anteil des App-Markts darstellen werden. In Q1 2018 betrug das Wachstum der globalen Verbraucherausgaben im Jahresvergleich 120 % für Musik & Audio bei Google Play und 45 % für Musik im iOS App Store.

Diese Kategorien sind auch ein Paradebeispiel dafür, wie der App-Markt sich entwickelt hat und weiter entwickeln wird. Anfangs ermöglichten Apps den Nutzern das Abspielen digitaler Musikdateien, die ihnen gehörten, auf ihren Mobilgeräten. Mit dem Aufkommen der Musikstreaming-Dienste veränderte sich das Konsumverhalten, und nun liegen praktisch unendliche Musikarchive vor, die praktisch überall und jederzeit konsumiert werden können. Apps werden zunehmend zur Brücke zwischen der digitalen und der realen Welt, wie wir an den Apps der Musikfestivals sehen. Dieser spezielle Trend wird durch immer mehr Menschen, die sich in ihr Zuhause Sprachassistenten wie Amazon Echo, Google Home-Geräte und HomePod von Apple stellen, erweitert – und das wird sich 2018 und darüber hinaus fortsetzen. Natürlich lässt sich nur schwer sagen, wohin genau künftige Innovationen und Technologien führen werden, aber eines ist klar: Apps bleiben im Zentrum des Erlebens von Musik.

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2018 M04 19

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