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PUBG startet in China und eröffnet neue Ära im Mobile-Gaming

App Annie

Nach der Mobile-Veröffentlichung von PUBG in China sehen wir uns an, warum das Spiel dieses Jahr eine große Nummer auf den Mobil-Märkten sein wird.

Die Mobil-Veröffentlichung von PUBG: Exhilarating Battlefield und PUBG: Army Attack am 9. Februar 2018 im iOS App Store in China löste bei Gamern einen spürbaren Aufruhr aus. PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) ist derzeit eines der beliebtesten Spiele weltweit, obwohl es bis zu dieser Veröffentlichung nur für PC und Xbox One erhältlich war.

Tencent hatte sich die chinesischen Veröffentlichungsrechte an PUBG im November 2017 gesichert – und eine lokalisierte PC-Version sowie zwei Mobilversionen angekündigt.

Exhilarating Battlefield und Army Attack wurden von unabhängigen Studios entwickelt, die beide Tencent gehören, wobei Ersteres das originale PUBG abbildet, während Letzteres neue Gameplay-Elemente einführt und mehr auf Wasser- und Luftkampf setzt

Die Mobile-Spiele haben sich bereits als extrem beliebt erwiesen. An den beiden Tagen direkt nach Erscheinen waren PUBG: Exhilarating Battlefield und PUBG: Army Attack die beiden Apps mit den meisten Downloads im iOS App Store weltweit, obwohl sie nur in China erhältlich waren.

Was ist PUBG, und was ist das Besondere daran?

PUBG und sein Chefentwickler Brendan Greene (alias PlayerUnknown) haben ein Genre weltweit populär gemacht, das seine Anfänge mit Titeln wie DayZ und H1Z1 hatte – Battle Royale. Battle-Royale-Spiele sind "Last-Person-Standing"-Multiplayer-Shooter, bei denen oftmals bis zu 100 Spieler gegeneinander antreten. Die Spiele finden auf Karten statt, die anfänglich riesige Areale bilden, mit Dutzenden von Dörfern und Orten, die erkundet werden können. Mit der Zeit schrumpft das spielbare Gebiet dann. Die kontinuierlich kleiner werdende Karte und die ständige Suche nach neuer und besserer Ausrüstung zwingen die Spieler zu Kämpfen gegeneinander, bis nur noch ein Spieler (oder Team) als Sieger übrig bleibt.

Greene hatte zunächst Battle-Royale-Mods für die PC-Militärshooter ARMA 2 und ARMA 3 erstellt sowie als Berater bei Sonys Survival-Spiel H1Z1 fungiert und dann 2016 für den südkoreanischen Publisher Bluehole mit der Entwicklung des Standalone-Titels PUBG begonnen.

Das Spiel erschien zunächst im März 2017 über das Vorabzugangsprogramm von Steam für PC und dann regulär im Dezember 2017 auf PC und Xbox One. Es war in der kurzen Zeit seitdem extrem erfolgreich. Im Januar hatte die Desktop-Version weltweit schon mehr als 30 Millionen Besitzer und alleine auf Steam fast 3 Millionen täglich aktive Nutzer.

Diese Popularität ist natürlich auch anderen Publishern nicht entgangen – mittlerweile sind mehrere andere Battle-Royale-Spiele erfolgreich auf dem Markt (einschließlich des aktuellen kometenhaften Aufstiegs von Fortnite auf PC, PS4 und Xbox One). Daneben hat das Genre in den letzten Monaten auch im Mobile-Sektor ordentlich Staub aufgewirbelt.

Gewaltiger Erfolg von PUBG im Mobile-Markt

Schon vor der Veröffentlichung der PUBG-Apps führte der Start auf PC zu einem überaus bemerkenswerten Markt für Battle-Royale-Spiele auf Mobilgeräten. Am 8. Februar, einen Tag vor der Mobile-Veröffentlichung von PUBG, waren Battle-Royale-Spiele weltweit bei Google Play und im iOS App Store über 150 Millionen Mal heruntergeladen worden.

"Schon vor der Veröffentlichung der PUBG-Apps waren Battle-Royale-Spiele weltweit bei Google Play und im iOS App Store über 150 Millionen Mal heruntergeladen worden."

Seitdem sind mehrere überaus erfolgreiche Spiele erscheinen, darunter Rules of Survival und Knives Out von Netease sowie Free Fire von Garena Online. Die Nutzerzahlen dieser Spiele sind in den letzten Monaten rapide angestiegen.

Das Interessanteste daran ist vielleicht, dass Battle-Royale-Spiele demonstriert haben, wie faszinierend ein Core-Spielerlebnis auf Mobilgeräten sein kann. Die Nutzer verbringen signifikant viel Zeit damit. Die Durchschnittsdauer einer Sitzung von Rules of Survival, Knives Out und Free Fire betrug im Januar weltweit auf Android-Geräten über 10 Minuten. Pro Woche spielten die Nutzer im Durchschnitt mehr als 3 Stunden. Smartphones profitieren wie kein anderes Medium von Micro-Moments oder der Zeit zwischen Aufgaben. Wenn Sitzungen bei einem Spiel durchschnittlich 10 Minuten dauern, bedeutet das eine signifikante Verweildauer, die weit über Micro-Moments hinausgeht – und belegt den wachsenden Trend, dass Core-Spielmechaniken auch auf Mobilgeräten Fuß fassen.

Wir rechnen damit, dass das vor allem in Wachstumsmärkten wichtig werden wird, wo es zwar viele Mobilgeräte gibt, die Kosten für einen Gaming-PC oder eine Konsole aber bisher viele davon abgehalten haben, das Originalspiel zu spielen.

PUBG hat auf Mobilgeräten eine strahlende Zukunft

PUBG steht auf Mobilgeräten wahrscheinlich eine strahlende Zukunft bevor. Die Nachfrage allein in China ist gewaltig, und einige regionale Analysten haben gesagt, es habe über 75 Millionen Vorregistrierungen für die Mobilversionen von Tencent gegeben. Über eine globale Veröffentlichung der App liegen derzeit noch keine Ankündigungen vor, aber sie scheint unvermeidbar zu sein und wird mit Sicherheit jede Menge Aufruhr verursachen.

App Annie beobachtet die Veröffentlichung von PUBG in China sehr genau, und wir werden die Ergebnisse unserer ersten Analyse in den nächsten Wochen bekanntgeben. Falls Sie Interesse an weiteren Meldungen von App Annie über PUBG und den Mobile-App-Markt haben oder selbst Einblicke in die Daten hinter dem App-Markt erhalten möchten, melden Sie sich hier für unser kostenloses Produkt an.

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2018 M02 19

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