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Mobile App Strategy

Drei Möglichkeiten, vom bisher besten Jahr im mobilen Einzelhandel zu profitieren

App Annie

Nutzen Sie App-übergreifende Nutzung, Bewertungen und Rezensionen, und die Suchfunktion optimal, um auf der Welle des mobilen Einzelhandels zu reiten.

Eines steht zweifelsfrei fest: Der mobile Einzelhandel steht vor seinem besten Jahr. Je näher der Black Friday rückt, desto intensiver bereiten Einzelhändler sich vor, um von dem wachsenden Interesse der Nutzer an Einkäufen über ihr Smartphone zu profitieren. Wir haben uns bereits in der Vergangenheit mit bewährten Vorgehensweisen im Einzelhandel beschäftigt. So schnell wie sich die Dinge jedoch weiterentwickeln lohnt ein Blick auf die führenden mobilen Einzelhändler und deren Pläne. Gerade haben wir einen Bericht über Einzelhändler veröffentlicht, in dem wir die Bedeutung von Mobile für den Einzelhandel erklären. Außerdem zeigen wir, wie führende Einzelhandels-Apps auf die Wünsche der Kunden eingehen und ihre Strategien für die Akquise neuer Nutzer stärken. Wir möchten Ihnen drei Strategien vorstellen, die so ziemlich jeder mobile Einzelhändler mit unterschiedlich viel Vorausplanung einsetzen kann:

Finden Sie neue Nutzer mit Hilfe App-übergreifender Nutzung

Eine der besten Strategien für die Nutzerakquise ist die Analyse App-übergreifender Nutzung. Das heißt, Sie suchen nach Überschneidungen zwischen Nutzern Ihrer eigenen App und denen anderer Apps. App-übergreifende Nutzung kann einen Warnhinweis geben, wenn Sie Marktanteile von Wettbewerbern zurückerobern müssen (z.B. wenn Sie herausfinden, dass Nutzer mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit die App eines Wettbewerbers als Ihre nutzen). Sie kann aber auch auf potenzielle Partnerschaften zur Erweiterung Ihrer Zielgruppe hinweisen, oder Ihnen dabei helfen, Interessen und Eigenschaften Ihrer Zielgruppe zu identifizieren um Ihre Marketing- und Werbestrategien danach auszurichten.

Was genau kann Ihnen App-übergreifende Nutzung sagen? Wir wollen uns dazu die App des amerikanischen Einzelhändlers JC Penney anschauen.

App-übergreifende Nutzung zeigt uns, dass JC Penney-Nutzer auch regelmäßig bei Old Navy, Kmart und Victoria’s Secret kaufen. Diese Nutzergruppe ist wertbewusst und eher weiblich. JC Penney-Nutzer verwenden jedoch auch Chewy. Diese Information ist nicht uninteressant. Sie könnte als Anregung für JCPenney (der auch Heimtierbedarf verkauft) dienen, die Zielgruppe der Haustierbesitzer ins Visier zu nehmen und dort Marktanteile zu sichern. Außerdem zeigt uns App-übergreifende Nutzung, dass JC Penney-Nutzer H-E-B mögen, eine Lebensmittelkette aus Texas. H-E-B könnte also ein guter Kandidat für eine Marketingkampagne oder sogar Partnerschaft sein.

Nichts öffnet uns so sehr die Augen für die Vorlieben und Verhaltensmuster von Kunden wie App-übergreifende Nutzung. Analysieren Sie diese Daten regelmäßig, um in Marketingstrategien zu investieren die diese Vorlieben und Muster aufnehmen.

Lesen Sie Bewertungen und Rezensionen...und folgen Sie dem Beispiel anderer Digital-First Einzelhandels-Apps

In ihrer Gesamtheit bieten Bewertungen und Rezensionen einen wahren Informationsschatz für dessen Verwendung sich verschiedene Möglichkeiten anbieten. So könnten Sie Rezensionen nutzen um neue Stichwörter zu identifizieren. Diese sind für eine erfolgreiche ASO (App Store Optimierungs)-Strategie extrem wichtig. Reagieren Sie darauf und zeigen Sie Ihren Nutzern, dass Sie ihnen zuhören und Feedback wertschätzen (immer eine gute Strategie, egal, für welche Marke). Diese Rückmeldungen Ihrer Kunden können zu neuen Ideen für einzubauende Funktionen führen. Rezensionen sind eine Ihrer besten Informationsquellen, wenn Sie eine kundenorientierte App entwickeln möchten die wirklich die Bedürfnisse Ihrer Kunden bedient und sie immer wieder zu Ihnen zurück bringt.

Nach der intensiven Analyse der Bewertungen und Rezensionen von Einzelhandels-Apps konnten wir ein interessantes Muster beobachten: Digital-First-Apps hatten durchweg bessere Bewertungen als die Apps von Bricks-and-Clicks-Unternehmen. Das liegt daran, dass für Digital-First-Apps das mobile Nutzererlebnis Priorität hat. Im Gegensatz dazu versuchen viele Bricks-and-Clicks-Unternehmen, ihre App von einem bereits bestehenden Nutzererlebnis ausgehend quasi zurück zu entwickeln.

In einigen der für unseren Bericht untersuchten Länder waren die Unterschiede deutlich. So zum Beispiel in Japan, wo Digital-First-Apps durchschnittlich dreimal so gut abschnitten wie die Apps von Unternehmen mit physischem Ladengeschäft.

Wenn Sie eine mobile Einzelhandels-App haben, und insbesondere, wenn Sie eine Bricks-and-Clicks-App haben, sollten Sie Sie sich an Digital-First-Apps als bestem Designvorbild orientieren. Vielleicht sind Sie versucht, sich an Ihren Wettbewerbern im Bricks-and-Clicks-Bereich zu orientieren und deren Apps als Richtwert zu nehmen. Aber vertrauen Sie uns, in den meisten Fällen fahren Sie besser damit, dem Vorbild von Digital-First-Apps zu folgen. Wenn Sie erfolgreiche Einzelhandels-Apps untersuchen, sollten Sie zudem Ihr Augenmerk auf die Apps anderer Länder richten, die schon Digital-First sind. Vielleicht finden Sie ja dort eine erfolgreiche Herangehensweise oder eine Funktion, die Ihre Wettbewerber in Ihrem Land möglicherweise noch gar nicht entdeckt hatten. Diese könnten Sie übernehmen und Ihrer App damit ein Alleinstellungsmerkmal verpassen.

Priorisieren Sie die Suchfunktion

Für die Funktionen von Einzelhandels-Apps ist die ‚Suche‘ das Nonplusultra. Angebote mit Suchfunktion führen zu einer 2,6-mal höheren Abschlussrate bei App-Käufen. Für die Umsetzung gibt es jedoch zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Amazon beispielsweise hat eine eigene Seite für die Suche eingerichtet, die Nutzer mit historischen Suchdaten anregt. Andere Apps haben die Suchleiste in der oberen Hälfte des Bildschirms platziert. Wieder andere, so wie die südkoreanische App Zig Zag, ermöglichen Nutzern die Suche über Stichworte, und verbinden diese Angaben mit dem Alter des Nutzers um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Amazon bietet außerdem die Suche per Bild an. Diese Funktion wird auch von ASOS unterstützt: Nutzer können einen Gegenstand fotografieren und dann schnell und einfach ähnliche Gegenstände suchen. Das ist reibungslos und erhöht die Abschlussrate. Die Bildersuche hebt das Thema Relevanz auf die nächste Ebene.

Die noch junge Partnerschaft zwischen Target und Pinterest ist eine interessante Variation der Bildersuche. Dabei integriert Target die visuelle Suchtechnologie von Pinterest („Lens“) in die eigenen Apps. Diese Entwicklung geht über die reine Stichwortsuche hinaus und soll Verbraucher abholen, während sie einen Gegenstand in der realen Welt entdecken, und sie dann zum Kauf führen.

Dies sind nur einige der Dinge die Sie tun können um sicherzustellen, dass Ihre Einzelhandels-App im allgemeinen Wettbewerb weiter gut dasteht. Um im mobilen Einzelhandel zu bestehen, müssen Sie letztendlich zumindest einige vorgefasste Meinungen aus der Zeit des rein physischen Ladengeschäfts aufgeben. Mit Möglichkeiten wie App-übergreifender Nutzung können Sie die Eigenschaften Ihrer Zielgruppe klar definieren. Indem Sie Bewertungen und Rezensionen analysieren (und zwar nicht nur Ihre eigenen!), erhalten Sie eine recht gute Vorstellung von den Wünschen Ihrer Nutzer. Zum Schluss sollten Sie noch sicherstellen, dass Ihre App über eine gute Suchfunktion verfügt; dass Nutzer einfach und schnell darauf zugreifen können. Und wenn möglich, sollten Sie sich an der Bildersuche versuchen.

Um Einzelhandel: Eine datengestützte Mobile-Strategie ist der Schlüssel zum Erfolg, den Bericht mit zahlreichen Tipps für Vermarkter im mobilen Einzelhandel herunterzuladen, füllen Sie bitte das untenstehende Formular aus. Kunden die sich einloggen, können den Bericht sofort herunterladen.

2017 M10 25

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